Nach den Bildrechten der Nutzer »grabscht« Adobe mit seinem Onlineangebot Photoshop Express, meldete etwa Spiegel Online bereits gestern nach der Lektüre der Nutzungsbedingungen des seit kurzem als öffentliche Beta-Version kostenlos nutzbaren Bildbearbeitungsdienstes (wir berichteten).
So stimmt man als Photoshop Express-Nutzer unter anderem auch einem Punkt 8 zu, in dem es heißt:
»Adobe does not claim ownership of Your Content. However, with respect to Your Content that you submit or make available for inclusion on publicly accessible areas of the Services, you grant Adobe a worldwide, royalty-free, nonexclusive, perpetual, irrevocable, and fully sublicensable license to use, distribute, derive revenue or other remuneration from, reproduce, modify, adapt, publish, translate, publicly perform and publicly display such Content (in whole or in part) and to incorporate such Content into other Materials or works in any format or medium now known or later developed.«
Mit anderen Worten: Adobe kann mit den von den Anwendern hoch geladenen Bildern nach Belieben verfahren. Das ist ein dicker Hund. Diese Regelung spricht glasklar gegen eine Nutzung des Dienstes.
Allerdings ruderte John Nack, seines Zeichens Senior Product Manager für Adobe Photoshop in seinem Blog bereits zurück und veröffentlichte folgende Unschuldslamm-Notiz des Photoshop Express-Teams:
»We've heard your concerns about the terms of service for Photoshop Express beta. We reviewed the terms in context of your comments - and we agree that it currently implies things we would never do with the content. Therefore, our legal team is making it a priority to post revised terms that are more appropriate for Photoshop Express users. We will alert you once we have posted new terms. Thank you for your feedback on Photoshop Express beta and we appreciate your input.«
Ähnlich äußerte sich heute morgen der Pressesprecher von Adobe Deutschland gegenüber stern.de:
»Wir haben die Bedenken bezüglich der Nutzungsbedingungen von Photoshop Express gehört und stimmen zu, dass die gegenwärtige Formulierung Dinge impliziert, die wir nie mit den Inhalten unserer Kunden machen würden. Unsere Rechtsabteilung arbeitet daher mit hoher Priorität daran, die Nutzungsbedingungen von Photoshop Express entsprechend anzupassen. Wir danken Ihnen für Ihr Feedback und melden uns wieder, sobald die Nutzungsbedingungen aktualisiert worden sind.«
Ob der verantwortliche Adobe-Justitiar bereits gefeuert wurde?
Kleines Update zur herrschenden Aufregung um den angeblichen »Update-Ärger« über das per default aktivierte »Her damit«-Häkchen für die Safari-Installation in Apples Windows-Updater (wir berichteten): angeblich verbietet Apple nämlich eigentlich die Installation seines Webbrausers auf Windows-Rechnern, da in dessen Software-Lizenz EULA nur die Installation »auf einem Apple-Computer zur Zeit« (a single Apple-labeled computer at a time) erlaubt wird.
Das jedenfalls melden die amtlichen Apple-Disser vom britischen Register unter Berufung auf das italienische setteB.IT-Blog, deren Betreiber dieses Paradoxon entdeckten. Nur für den Fall: die EULA ist das »End User License Agreement«, der Lizenzvertrag für die Nutzung eines Programms. Man klickt es gemeinhin bei einer Installation weg.
Wir lernten zusammen mit dem MacBook Air bereits das Neuwort Thinnovation kennen. Jetzt sagen wir hallo zu einer weiteren platten Wortschöpfung. Der ehemalige Mac-Evangelist Guy Kawasaki stellt uns in seinem Blog das Wort »Airlegance« sogar bebildert vor:
Angeschlossen an der schicken Scholle sind »Ethernet, 23-inch monitor, card reader, and VX Nano mouse using old power supply«.
Das kommt uns bekannt vor. Wo haben wir ein ähnliches Kabelnest bloß schon mal gesehen (außer auf oder unter unserem eigenen Schreibtisch)?
So spektakulär ist man im Web gewiss noch durch keine Bildersammlung gebraust wie mit Cooliris’ neuem, kostenlosen Bilderbrowser PicLens, den man auf dem Mac einfach als Add-on zu Firefox oder zu Safari installiert.
Dank PicLens werden die Bilder einer Webseite im Handumdrehen fullscreen auf einer langen Bilderwand präsentiert, eine Irgendwie-3D-Galerie, an der man dann in rasanter Fahrt entlang scrollen und einzelne Bilder per Mausklick hervorholen kann. Das bringt nicht nur Spaß, es lässt einen fix auch große Sammlungen durchstöbern.
Zwar muss auch webseitig das Add-on unterstützt werden, aber der dazu benötigte PicLens Publisher ist ebenso kostenlos erhältlich wie ein WordPress-Plugin, mit dem man sein WordPress-Blog PicLens-technisch aufporschen kann. Auch etwa Flickr oder Googles Bildersuche unterstützen bereits diesen Viewer mit dem bislang definitiv größten Wow!-Faktor der diesjährigen Neu-Software-Kollektion.
Zum Download geht es direktemang hier entlang.
Nicht nur der iPod touch sieht wie ein iPhone aus. Ein neues chinesischen Online-Angebot macht aus der Fälschung keinen Hehl. Solomobi.com bietet ein Windows Mobile Smartphone als 'cool999' zum Preis von US $ 310 an. Es hat sogar ein Apple-Logo, das allerdings links angebissen ist. Auf einigen Abbildungen ist das Apple-Logo einfach gespiegelt.
Dann hat man noch das Hiphone (US $ 178), das als 'Iphon copy' gekennzeichnet ist. Es kann zwei SIM-Karten aufnehmen und der Akku ist austauschbar.
»Welcome to Macintosh«, der Film »für den Rest von uns« und die ultimative Lobhudelei auf unsere Lieblingsmaschine und wie sie unsere kleine Welt zu einem schöneren Platz machte, wird Anfang April auf dem Wisconsin Filmfestival uraufgeführt.
Jemand von RetroMacCast durfte bei einer Voraufführung für die Filmcrew zuschauen und war begeistert. Der Film habe nur einen Fehler, er sei »zu kurz«. Hm. Dazu, ob und wie wir den Film zu sehen bekommen, war bislang nichts in Erfahrung zu bringen.
Aber hier ist schon mal der Trailer:
Nachdem im Februar 2003 die Raumfähre Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte, muß die Besatzung mit besonderen Kameras das Space Shuttle fotografieren. Das Kontrollzentrum analysiert dann die Bilder auf mögliche Beschädigungen am Hitzeschild. Dabei entstand am 12. März diese Aufnahme von der Fähre Endeavour.
Sehr gut zu erkennen ist - in hoher Auflösung - der Apple iPod im All.
Huckleberry heißt der Zweifach-Spiegel-Bausatz, mit dem die iCam im MacBook-Deckel nicht mehr bloß dessen Benutzer filmt, sondern auch, was sich hinter seiner Lieblings-Klappstulle abspielt.
Eine tolle Idee. Aber leider verdoppelt das »shipping and handling« für die Anlieferung aus Massachusetts nach Deutschland (25 Dollar) fast den Kaufpreis von 28,95 Dollar. Da sollte sich diese Heidelbeere ja billiger selbst basteln lassen. Irgendjemand eine Idee? Oder findet sich ein Importeur?
Drüben bei MacMerc weist man auf ein »obskures Feature« im QuickTime-Plugin hin.
Spielt man per QT-Plugin im Webbrauser eine Audio-Datei ab, lässt sich deren Lautstärke bekanntlich über den Schlitten-Knopf rechts unten an der Abspielleiste einstellen.
Wobei die maximal einzustellende Lautstärke immer dann erreicht ist, wenn sich der Volume-Regler nicht mehr höher schieben lässt.
Klaro?
Denkste, Puppe: von wegen!
Bei gedrückter Shift-Taste geht es doch noch lauter. Deutlich lauter.
Wer es grad mal ausprobieren möchte: hier gibt’s was auf die Ohren.
Weiß jemand da draußen näheres über dieses Osterei?